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Ein paar Begriffe Von A-Z
Quelle: Lernprogramm: Keine Angst vor der MPU 2008

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AAK
Atemalkoholkonzentration

Absolute Fahruntüchtigkeit
Ab 1,1 Promille

Abusus
Missbrauch

Alkoholmissbrauch
Bei Alkoholmissbrauch sind die Voraussetzungen, die an den Führer eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr gestellt werden, nicht erfüllt.
Missbrauch liegt vor, wenn ein Bewerber oder Inhaber einer Fahrerlaubnis das Führen eines Kraftfahrzeuges und einen die Fahrsicherheit beeinträchtigenden Alkoholkonsum nicht hinreichend sicher trennen kann, ohne bereits alkoholabhängig zu sein. In einem solchen Falle ist der Betroffene nicht in der Lage, den gestellten Anforderungen zum Führen von Kraftfahrzeugen zu entsprechen.
Von Missbrauch ist insbesondere in folgenden Fällen auszugehen:
• in jedem Fall (ohne Berücksichtigung der Höhe der Blutalkoholkonzentration), wenn wiederholt ein Fahrzeug unter unzulässig hoher Alkoholwirkung geführt wurde,
• nach einmaliger Fahrt unter hoher Alkoholkonzentration (ohne weitere Anzeichen einer Alkoholwirkung),
• wenn aktenkundig belegt ist, dass es bei dem Betroffenen in der
Vergangenheit im Zusammenhang mit der Verkehrsteilnahme zu einem Verlust der Kontrolle des Alkoholkonsums gekommen ist.

Amphetamine
Aufputschmittel

Anfechtung der MPU
Das Gutachten selbst ist nicht anfechtbar. Es muss allerdings schlüssig sein; d.h. das Ergebnis muss aus den Untersuchungen ersichtlich sein. Sofern ein Gutachten unschlüssig ist und die Verwaltungsbehörde darauf ihre Entscheidung stützt, ist dagegen Widerspruch und Klage vor dem Verwaltungsgericht zulässig.

Aufbauseminare nach § 35 FeV
Ist gegen den Inhaber einer Fahrerlaubnis wegen einer innerhalb der Probezeit begangenen Straftat oder Ordnungswidrigkeit eine rechtskräftige Entscheidung ergangen, die in das Verkehrszentralregister einzutragen ist, so hat, auch wenn die Probezeit zwischenzeitlich abgelaufen ist, die Fahrerlaubnisbehörde seine Teilnahme an einem Aufbauseminar anzuordnen und hierfür eine Frist zu setzen, wenn er eine schwerwiegende oder zwei
weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen hat,
Das Aufbauseminar ist in Gruppen mit mindestens sechs und höchstens zwölf Teilnehmern durchzuführen. Es besteht aus einem Kurs mit vier Sitzungen von jeweils 135 Minuten Dauer in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen, jedoch darf an einem Tag nicht mehr als eine Sitzung stattfinden.
Zusätzlich ist zwischen der ersten und der zweiten Sitzung eine Fahrprobe durchzuführen, die der Beobachtung des Fahrverhaltens des Seminarteilnehmers dient. Die Fahrprobe soll in Gruppen mit drei Teilnehmern durchgeführt werden, wobei die reine Fahrzeit jedes Teilnehmers 30 Minuten nicht unterschreiten darf. Dabei ist ein Fahrzeug zu verwenden, das mit Ausnahme der Anzahl der Türen den Anforderungen des Abschnitts 2.2 der Anlage 7 entspricht. Jeder Teilnehmer an der Fahrprobe soll möglichst ein Fahrzeug der Klasse führen, mit dem vor allem die zur Anordnung der Teilnahme an dem Aufbauseminar führenden Verkehrszuwiderhandlungen begangen worden sind.
In den Kursen sind die Verkehrszuwiderhandlungen, die bei den Teilnehmern zur Anordnung der Teilnahme an dem Aufbauseminar geführt haben, und die Ursachen dafür zu diskutieren und daraus ableitend allgemein die Probleme und Schwierigkeiten von Fahranfängern zu erörtern. Durch Gruppengespräche, Verhaltensbeobachtung in der Fahrprobe, Analyse problematischer Verkehrssituationen und durch weitere Informationsvermittlung soll ein sicheres und rücksichtsvolles Fahrverhalten erreicht werden. Dabei soll insbesondere die Einstellung zum Verhalten im Straßenverkehr geändert, das Risikobewußtsein gefördert und die
Gefahrenerkennung verbessert werden.


BAK
BAK ist die Abkürzung für die Blutakoholkonzentration (zum Zeitpunkt der Tat)

Barbiturate
Barbiturate sind Medikamente die beruhigende, schläfrig machende oder entkrampfende Wirkungen besitzen. Als Schlafmittel werden sie nur noch selten eingesetzt. Diese Medikamente werden auch missbräuchlich eingesetzt.

Begutachtungsstellen für Fahreignung
Das sind TÜV, DEKRA, PIMA, AVUS, Dr. Mahnke & Partner u.a.

Benzodiazepine
sind bizyklische Verbindungen, die bekannteste ist wohl Diazepam die auch unter den Handelsnamen Valium® vertrieben wird. Medikamet zur Behandlung von z. B. Schlafstörung, wird auch offt als Ausweichdroge mißbraucht.

Beratungsinstitute
Beratungsinstitute müssen nicht schlecht sein, aber Misstrauen ist
angebracht. Denn meistens ist viel Geld im Spiel!

Berauschende Mittel der Anlage zu § 24a StVG
Ordnungswidrig handelt, wer unter der Wirkung eines nachfolgend
genannten berauschenden Mittels im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt.
Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine in dieser Anlage genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird.
Cannabis,
Heroin,
Morphium,
Kokain,
Amphetamin,
Designer-Amphetamin

Besondere Aufbauseminare nach § 36 FeV und § 2 b Abs. 2 Satz 2 des Straßenverkehrsgesetzes
Inhaber von Fahrerlaubnissen auf Probe, die unter dem Einfluss von Alkohol oder anderer berauschender Mittel am Verkehr teilgenommen haben, sind einem besonderen Aufbauseminar zuzuweisen. Das besondere Aufbauseminar ist in Gruppen mit mindestens sechs und höchstens zwölf Teilnehmern durchzuführen. Es besteht aus einem Kurs mit einem Vorgespräch und drei Sitzungen von jeweils 180 Minuten Dauer in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen sowie der Anfertigung von Kursaufgaben zwischen den Sitzungen. In den Kursen sind die Ursachen, die bei den Teilnehmern zur Anordnung der Teilnahme an einem Aufbauseminar geführt haben, zu diskutieren und Möglichkeiten für ihre Beseitigung zu erörtern. Wissenslücken der Kursteilnehmer über die Wirkung des Alkohols und anderer berauschender Mittel auf die Verkehrsteilnehmer sollen geschlossen und individuell angepasste Verhaltensweisen entwickelt und erprobt werden, um insbesondere Trinkgewohnheiten zu ändern sowie Trinken und Fahren künftig zuverlässig zu trennen. Durch die Entwicklung geeigneter Verhaltensmuster sollen die Kursteilnehmer in die Lage versetzt werden, einen Rückfall und weitere Verkehrszuwiderhandlungen unter Alkoholeinfluss oder dem Einfluss anderer berauschender Mittel zu vermeiden.

Blutalkoholkonzentration
Mit rechtlichen Folgen muss man bei einer Blutalkoholkonzentration ab 0,3 Promille und alkoholbedingter Fahrauffälligkeit oder ab 0,5 Promille auch ohne alkoholbedingte Fahrauffälligkeit rechnen

BtmG
Betäubungsmittelgesetz

Bußgeld
Ein Bußgeld wird bei Ordnungswidrigleiten verhängt.

Cannabis
Cannabis ist die Pflanze, aus der Haschisch und Marihuana gewonnen
werden.

Crack
Kokainverschnitt, der geraucht, aber auch injiziert wird

Drug Wipe
Bei DRUGWIPE® handelt es sich um einen Drogenschnelltest zur Entdeckung von Kokain, Opiaten, Cannabis und Amphetaminen / Methamphetaminen (Ecstasy). Mit DRUGWIPE® lassen sich innerhalb einer Reaktionszeit von 3 bis 5 Minuten Drogenspuren auf beliebigen Oberflächen nachweisen, wie auf Ausweispapieren, Geldscheinen, Gepäckstücken, etc.
Mit der Version DRUGWIPE® II lassen sich direkt vor Ort bereits innerhalb einer Reaktionszeit von ca. 3 bis 5 Minuten Wirksubstanzen in Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Schweiß zuverlässig nachweisen. Der DRUGWIPE® wird zur Drogendetektion beim Zoll, beim Bundesgrenzschutz, bei der Drogenfahndung, bei der Verkehrspolizei, beim Militär, in Justizvollzugsanstalten, im Rahmen der Arbeitsplatzsicherheit in Betrieben sowie in Schulen und auf Flughäfen eingesetzt. Die meisten Bundesländer verwenden DRUGWIPE® bei Verkehrskontrollen, da in einer sehr kurzen Reaktionszeit von 3 - 5 Minuten ein polizeilicher Verdacht auf
"Fahren unter Drogeneinfluss" sofort bestätigt oder ausgeräumt werden kann. Die hohe Zuverlässigkeit unterstützt die Entscheidungsfindung der Einsatzkräfte erheblich. Dadurch wird sichergestellt, dass bei der kontrollierten Person ohne persönliche übermäßige Beeinträchtigung eine angemessene und richtige Verdachtsgewinnung und Beweissicherung erfolgt.
Es handelt sich um einen Teststreifen, der in ein Gehäuse eingebaut und damit vor Umwelteinflüssen geschützt ist. Das Gehäuse besteht aus vier Kunststoffteilen (Unterteil, Oberteil, Wischer und Wassertank).

Durchfallquote
Weniger als die Hälfte bestehen den Test.

Einzelseminar
Bei Einzelseminaren nach § 2 b Abs. 1 des Straßenverkehrsgesetzes sind die Gespräche in drei Sitzungen von jeweils 90 Minuten Dauer durchzuführen.

Elimination
Abbau des Alkohols im Körper

Entziehung der Fahrerlaubnis, § 3 StVG
Erweist sich jemand als ungeeignet oder nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen, so hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen. Mit der Entziehung erlischt die Fahrerlaubnis. Nach der Entziehung ist der Führerschein der Fahrerlaubnisbehörde abzuliefern.
Bei einer ausländischen Fahrerlaubnis hat die Entziehung - auch wenn sie nach anderen Vorschriften erfolgt - die Wirkung einer Aberkennung des Rechts, von der Fahrerlaubnis im Inland Gebraucht zu machen. Es erlischt das Recht zum Führen von Kraftfahrzeugen im Inland.

EU-Führerschein
Inhaber einer gültigen EU-Fahrerlaubnis, die ihren ordentlichen Wohnsitz im Sinne von § 7 Abs. 1 oder 2 in der Bundesrepublik Deutschland haben, dürfen entsprechend ihrer Berechtigung Kraftfahrzeuge im Inland führen.
Das gilt nicht für diejenigen, denen die Fahrerlaubnis im Inland vorläufig oder rechtskräftig von einem Gericht oder sofort vollziehbar oder bestandskräftig von einer Verwaltungsbehörde entzogen worden ist, denen die Fahrerlaubnis bestandskräftig versagt worden ist oder denen die Fahrerlaubnis nur deshalb nicht entzogen worden ist, weil sie zwischenzeitlich auf die Fahrerlaubnis verzichtet haben oder solange sie im Inland, in dem Staat, der die Fahrerlaubnis erteilt hatte oder in dem Staat, in dem sie ihren ordentlichen Wohnsitz haben, einem Fahrverbot unterliegen oder der Führerschein nach § 94 der Strafprozessordnung beschlagnahmt,
sichergestellt oder in Verwahrung genommen worden ist.

Fahrerlaubnis auf Probe nach § 2 a StVG
Beim erstmaligen Erwerb einer Fahrerlaubnis wird diese auf Probe erteilt; die Probezeit dauert zwei Jahre vom Zeitpunkt der Erteilung an. Ist gegen den Inhaber einer Fahrerlaubnis wegen einer innerhalb der Probezeit begangenen Straftat oder Ordnungswidrigkeit eine rechtskräftige Entscheidung ergangen, die in das Verkehrszentralregister einzutragen ist, so hat, auch wenn die Probezeit zwischenzeitlich abgelaufen ist, die Fahrerlaubnisbehörde
1. seine Teilnahme an einem Aufbauseminar anzuordnen und hierfür eine Frist zu setzen, wenn er eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen hat,
2. ihn schriftlich zu verwarnen und ihm nahezulegen, innerhalb von zwei Monaten an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen, wenn er nach Teilnahme an einem Aufbauseminar innerhalb der Probezeit eine weitere schwerwiegende oder zwei weitere weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen hat,
3. ihm die Fahrerlaubnis zu entziehen, wenn er nach Ablauf der in
Nummer 2 genannten Frist innerhalb der Probezeit eine weitere
schwerwiegende oder zwei weitere weniger schwerwiegende
Zuwiderhandlungen begangen hat.
Die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre, wenn die Teilnahme an einem Aufbauseminar nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 angeordnet worden ist. Die Probezeit verlängert sich außerdem um zwei Jahre, wenn die Anordnung nur deshalb nicht erfolgt ist, weil die Fahrerlaubnis entzogen worden ist oder der Inhaber der Fahrerlaubnis auf sie verzichtet hat.

Fahrerlaubnis und Führerschein, § 2 StVG
Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Erlaubnis (Fahrerlaubnis) der zuständigen Behörde (Fahrerlaubnisbehörde). Die Fahrerlaubnis wird in bestimmten Klassen erteilt. Sie ist durch eine amtliche Bescheinigung (Führerschein) nachzuweisen.

Fahrerlaubnisbehörde
Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Erlaubnis (Fahrerlaubnis) der zuständigen Behörde (Fahrerlaubnisbehörde). Die Fahrerlaubnisbehörde (umgangssprachlich das Straßenverkehrsamt) hat zu ermitteln, ob der Antragsteller zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet und befähigt ist, und ob er bereits eine in- oder ausländische Fahrerlaubnis oder einen entsprechenden Führerschein besitzt.
Die Fahrerlaubnisbehörde ist zuständig für Entscheidungen über die Erteilung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis oder über die Anordnung von Beschränkungen oder Auflagen.

Fahrerlaubnissperre
Eine - befristete - Fahrerlaubnissperre kann nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs angeordnet werden.

Fahrverbot
Das Fahrverbot wird bei einer Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr
verhängt. Der Führerschein muss bei der Behörde abgegeben werden und wird nach bis zu drei Monaten wieder ausgehändigt.

FeV
Fahrerlaubnisverordnung
Der Führerschein ist die amtliche Bescheinigung über die erteilte
Fahrerlaubnis. Der Führerschein ist beim Führen von Kraftfahrzeugen
mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung
auszuhändigen. § 4 FeV

Führerscheinentzug
Beim Führerscheinentzug erlischt die Fahrerlaubnis (§ 69 StGB)
Sie wird bei Straftaten im Zusammenhang mit dem Führen eines
Kraftfahrzeugs verhängt, wenn aus dem Verhalten des Fahrers auf seine fehlende Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr zu schließen ist. Das Strafgericht setzt eine Sperrfrist für die Dauer von 6 Monaten bis zu 5 Jahren fest, u. U. für immer.

Führerscheinprüfung
Fahrschüler müssen ab 1. Juli 2004 neue Fragen beantworten. Aufgrund der Umsetzung einer EU-Richtlinie wurden rund 250 neue Fragen aufgenommen.
Sachgebiete wie Kfz-Technik, Lärmvermeidung und Umweltschutz haben einen stärkeren Niederschlag gefunden. Einige veraltete Fragen sind weggefallen.
Bislang fällt in NRW durchschnittlich jeder Vierte durch die theoretische Führerscheinprüfung. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Quote durch den neuen Fragenkatalog erhöhen wird. Wie bisher müssen auch zukünftig 30 Fragen beantwortet werden. 20 davon beziehen sich auf das für alle Führerscheinklassen notwendige Grundwissen. Weitere zehn Fragen befassen sich mit dem für die jeweilige Klasse spezifischen Stoff. Wie bisher werden drei Antworten vorgegeben, von denen mindestens eine richtig ist.

Führungszeugnis
Die Fahrerlaubnisbehörde hat zu ermitteln, ob Bedenken gegen die Eignung des Bewerbers zum Führen von Kraftfahrzeugen bestehen. Hierzu kann sie verlangen, dass der Bewerber ein Führungszeugnis (sog. polizeiliches Führungszeugnis) vom Bundeszentralregister vorlegt. Das Führungszeugnis wird bei der Stadtverwaltung beantragt.

Gamma GT-Wert
Der Normalwert liegt bei Männern zwischen 6 und 28, bei Frauen zwischen 4 und 18. Es ist ein kurzzeitiger Leberwert

Haschisch
Haschisch besteht im Wesentlichen aus dem Harz der Blütenstände der weiblichen Hanfpflanze. Die dunkle, meist braunschwarze und zu Platten oder Klumpen gepresste Substanz ist von fester, teils eher harziger, teils eher bröckeliger Konsistenz. Hauptwirkstoff der Cannabispflanze ist das Tetrahydrocannabinol (THC). Haschisch wird meist geraucht, die Wirkung setzt unmittelbar ein und dauert bis zu vier Stunden an. Das Wirkungsmaximum wird in der Regel nach etwa 30 bis 60 Minuten erreicht, wobei das "High"-Gefühl erst allmählich ausklingt.

Heroin
Heroin ist ein durch chemische Prozesse aus dem Rohopium des
Schlafmohns gewonnenes Pulver mit betäubender und zugleich
euphorisierender Wirkung. Meistens wird es intravenös gespritzt, es wird aber auch geraucht oder geschnupft.

Idiotentest
Der Idiotentest ist die volkstümliche Formulierung für den Vorgang um das medizinisch-psychologische Gutachten, das beizubringen ist, wenn wiederholt Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss begangen wurden oder das Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr oder einer Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg/l oder mehr geführt wurde und deshalb die Fahrerlaubnis entzogen worden ist.

Internationaler Führerschein
Ein internationaler Führerschein berechtigt zum Führen von Kraftzeugen außerhalb des Gebietes der Bundesrepublik Deutschland. Im allgemeinen wird der internationale Führerschein nur noch in seltenen Fällen benötigt; für einige Staaten (USA, Kanada) ist die Ausstellung eines internationalen Führerscheins jedoch anzuraten. Insbesondere bei Anmietung eines Fahrzeuges wird der internationale Führerschein verlangt. Der internationale Führerschein wird direkt ausgestellt und ist drei Jahre gültig.

Kokain
Kokain ist ein weißes kristallartiges Pulver, das mit Hilfe verschiedener chemischer Prozesse aus den Blättern des Kokastrauches gewonnen wird. Es wirkt sowohl berauschend wie auch örtlich betäubend. Kokain kann durch Schnupfen oder Spritzen, aber auch durch Rauchen aufgenommen werden.
Beim Kauen von Kokablättern entfaltet es ebenfalls seine Wirkung, wenn auch in geringerem Maße.

Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik und der Zentralen Register viel dazu beigetragen, dass unsere Kraftfahrzeuge umweltfreundlicher und unsere Straßen sicherer geworden sind. Als das Kraftfahrt-Bundesamt am 4. August 1951 eingerichtet wurde, war nicht abzusehen, dass sich die Zahl der motorisierten Fahrzeuge auf den
Straßen von seinerzeit 2,5 Millionen auf jetzt über 55 Millionen Fahrzeuge und Anhänger erhöhen könnte.
Am 12. September 1951 bestimmte der Bundesminister für Verkehr die Stadt Flensburg als Dienstsitz des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Leberwerte
Leberwerte sind Indikatoren für das persönliche Trinkverhalten. Es handelt sich um insgesamt vier Werte, um den Gamma-Gt-Wert GGT, um die Werte der Transaminasen GPT und GOT sowie um den Wert des mittleren Zellvolumens MCV.
Die Normwerte sind bei Männern und Frauen unterschiedlich.

Marihuana
Bei Marihuana handelt es sich um getrocknete und zerkleinerte Pflanzenteile der weiblichen Cannabispflanze, vor allem der Stängel, Spitzen, Blätter und Blüten. Es ist meist von grünlicher, teeähnlicher Beschaffenheit. Marihuana wird meist geraucht, die Wirkung setzt unmittelbar ein.

MCV-Wert
Der Normalwert liegt bei Männern und Frauen zwischen 83 und 93. Es ist ein langzeitiger Leberwert.

Medizinisch-Psychologisches Gutachten
Das medizinisch-psychologische Gutachten ist das Gutachtens einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung.
Es kann zur Klärung von Eignungszweifeln angeordnet werden, u.a. bei Straftaten, die im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr oder im Zusammenhang mit der Kraftfahreignung stehen oder bei denen
Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotential bestehen.
Außerdem kommen medizinisch-psychologische Begutachtungen u.a. nach § 13 (Klärung von Eignungszweifeln bei Alkoholproblematik) und § 14 (Klärung von Eignungszweifeln im Hinblick auf Betäubungsmittel und Arzneimittel) in Betracht. § 11 FeV

MPI
Medizinisch-psychologisches Institut

MPU
MPU ist die Kurzfassung für die "Medizinisch-Psychologische Untersuchung", im Volksmund auch Idiotentest genannt.

Nachschulung
Eine Nachschulung wird vom Psychologen vorgeschlagen, wenn die Lösung des Problems "noch nicht ganz eindeutig ist". So gibt es z.B. einen Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung für Kraftfahrer mit hohem Punktestand im Verkehrszentralregister nach § 70 FeV.
Der Kursus besteht aus 16 Zeitstunden. Er umfasst ein Vorgespräch, 4 Sitzungen zu 3 Stunden in einwöchigen Abständen sowie einer weiteren Sitzung nach 3 Monaten. Man ist verpflichtet, regelmäßig teilzunehmen und mitzuarbeiten. Danach erhält man den Führerschein ohne weitere Überprüfung zurück.
Anbieter solcher Kurse sind Führerschein-Scout und Impuls. Die Kosten betragen 460,00 EUR.

Opiate
Als Opiate bezeichnet man bestimmte Opiumalkaloide, also Alkaloide in Opium. Es sind diese natürlichen Substanzen, die im Opium vorkommen und haben eine schmerzstillende Wirkung.

Pilze
Psychoaktive Pilze werden auch als Zauberpilze, Magic Mushrooms oder Psilos bezeichnet. Sie gehören zur Gruppe der Halluzinogene und werden verstärkt in der Technoszene konsumiert. Pilze werden in der Regel im getrocknetem Zustand oral eingenommen. Rauschdauer: je nach Dosis 1 bis 5 Stunden

Promille und mg/l
Maßeinheit für die Alkoholkonzentration Ordnungswidrig handelt, wer im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er 0,25 mg/1 oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu
einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt.
Grundsätzlich ist ein medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen, wenn ein Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr oder einer Atem-Alkoholkonzentration von 0,8 mg/l oder mehr geführt wurde.

Promillegrenzen
Ab 0,3 Promille kann die Fahrerlaubnis entzogen werden, falls sich der Fahrer auffällig verhält oder gar einen Unfall verursacht.
Ab 0,5 Promille müssen Autofahrer mit einer Geldstrafe in Höhe von 100 Euro und zwei Punkten in Flensburg rechnen.
Ab 0,8 Promille verlieren Unfallverursacher den Versicherungsschutz für ihr eigenes Fahrzeug und können bei weiteren Schäden mit bis zu 5 000 Euro regresspflichtig werden.
Ab 1,1 Promille wird die Fahrerlaubnis auch bei Routinekontrollen entzogen - durchschnittlich für die Dauer eines Jahres, denn ab 1,1 Promille beginnt die absolute Fahruntüchtigkeit.
Mit 2,4 Promille im Blut treten Bewusstseinsstörungen auf.
Ab 3,0 Promille ist der Zustand der Volltrunkenheit erreicht.

Punktsystem nach § 4 StVG
Zum Schutz vor Verkehrsrowdies wurde das Punktsystem eingerichtet. Für das Punktsystem sind die im Verkehrszentralregister erfassenden Straftaten und Ordnungswidrigkeiten nach der Schwere der Zuwiderhandlungen und nach ihren Folgen mit einem bis zu sieben Punkten zu bewerten.
Die Fahrerlaubnisbehörde hat gegenüber den Inhabern einer Fahrerlaubnis folgende Maßnahmen zu ergreifen:
1. Ergeben sich acht, aber nicht mehr als 13 Punkte, so hat die
Fahrerlaubnisbehörde den Betroffenen schriftlich darüber zu
unterrichten, ihn zu verwarnen und ihn auf die Möglichkeit der
Teilnahme an einem Aufbauseminar hinzuweisen.
2. Ergeben sich 14, aber nicht mehr als 17 Punkte, so hat die
Fahrerlaubnisbehörde die Teilnahme an einem Aufbauseminar
anzuordnen und hierfür eine Frist zu setzen. Hat der Betroffene
innerhalb der letzten fünf Jahre bereits an einem solchen Seminar
teilgenommen, so ist er schriftlich zu verwarnen. Unabhängig davon
hat die Fahrerlaubnisbehörde den Betroffenen schriftlich auf die
Möglichkeit einer verkehrspsychologischen Beratung hinzuweisen
und ihn darüber zu unterrichten, daß ihm bei Erreichen von 18
Punkten die Fahrerlaubnis entzogen wird.
3. Ergeben sich 18 oder mehr Punkte, so gilt der Betroffene als
ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen; die Fahrerlaubnisbehörde hat die Fahrerlaubnis zu entziehen.

Regionale Zuständigkeit
Es gibt keine regionale Zuständigkeit. Das Gutachten kann bei jeder amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung im Bundesgebiet erstellt werden.

Relative Fahruntüchtigkeit

Bei 0,5-Promille und mehr

Resorption
Aufnahme des Alkohols im Blut

Strafbefehl
Ein Strafbefehl ist ein Strafurteil in einem verkürzten Verfahren.

Teilnahmebescheinigung nach § 37 FeV

Über die Teilnahme an einem Aufbauseminar ist vom Seminarleiter eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Fahrerlaubnisbehörde auszustellen. Die Bescheinigung muss
1. den Familiennamen und Vornamen, den Tag der Geburt und die
Anschrift des Seminarteiln

Trunkenheit im Verkehr, § 316 StGB
(1) Wer im Verkehr (ßß 315 bis 315d) ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu fahren, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.
(2) Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer die Tat fahrlässig begeht.

TÜV
Technischer Überwachungsverein

Verkehrspsychologische Beratung
In der verkehrspsychologischen Beratung soll der Fahrerlaubnisinhaber veranlasst werden, Mängel in seiner Einstellung zum Straflenverkehr und im verkehrssicheren Verhalten zu erkennen und die Bereitschaft zu entwickeln, diese Mängel abzubauen. Die Beratung findet in Form eines Einzelgesprächs statt; sie kann durch eine Fahrprobe ergänzt werden, wenn der Berater dies für erforderlich hält. Der Berater soll die Ursachen der Mängel aufklären und Wege zu ihrer Beseitigung aufzeigen. Das Ergebnis der Beratung ist nur für den Betroffenen bestimmt und nur diesem mitzuteilen. Der Betroffene erhält jedoch eine Bescheinigung über die Teilnahme zur Vorlage bei der Fahrerlaubnisbehörde.
Für die Durchführung der verkehrspsychologischen Beratung nach § 4 Abs. 9 des Straflenverkehrsgesetzes gelten die Personen im Sinne dieser Vorschrift als amtlich anerkannt, die eine Bestätigung nach Absatz 2 der Sektion Verkehrspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. besitzen.

Verkehrsunterricht
Wer Verkehrsvorschriften nicht beachtet, ist auf Vorladung der Straßenverkehrsbehörde oder der von ihr beauftragten Beamten verpflichtet, an einem Unterricht über das Verhalten im Straflenverkehr teilzunehmen.
§ 48 Straflenverkehrs-Ordnung

Verkehrszentralregister nach § 28 StVG
Das Verkehrszentralregister wird vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg geführt.
Es dient zur Speicherung von Daten, die für die Beurteilung der Eignung und der Befähigung von Personen zum Führen von Kraftfahrzeugen bedeutungsvoll sind.
Im Verkehrszentralregister werden also Daten gespeichert wie z.B.Verurteilungen der Strafgerichte wegen einer im Zusammenhang mit dem Straflenverkehr begangenen Tat, Verurteilungen, die die Entziehung der Fahrerlaubnis, eine isolierte Sperre oder ein Fahrverbot anordnen, rechtskräftige Entscheidungen, wenn gegen den Betroffenen ein Fahrverbot angeordnet ist, Maflnahmen der Fahrerlaubnisbehörde,die Teilnahme an einem Aufbauseminar und die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung etc.

Verlust des Führerscheins nach § 5 StVG
Nach der Entziehung ist der Führerschein der Fahrerlaubnisbehörde abzuliefern. Behauptet der Verpflichtete, der Ablieferungspflicht deshalb nicht nachkommen zu können, weil ihm der Schein verloren gegangen oder sonst abhanden gekommen sind, so hat er auf Verlangen der Verwaltungsbehörde eine Versicherung an Eides Statt über den Verbleib des Scheins abzugeben.

Zweijahresfrist
Die wichtige Zweijahresfrist betrifft die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis nach vorangegangener Entziehung. Die Fahrerlaubnisbehörde kann auf eine Fahrerlaubnisprüfung verzichten, wenn keine Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass der Bewerber die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht mehr besitzt. Ein Verzicht auf die Prüfung ist aber nicht mehr zulässig, wenn seit der Entziehung oder Beschlagnahme des Führerscheins mehr als zwei Jahre verstrichen sind!!! § 20 FeV

Quelle: Lernprogramm: Keine Angst vor der MPU 2008

 

   
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